Spare Zeit, erhöhe Wirkung: Dein Vitaminöl mit Omega-3 und fettlöslichen Vitaminen
- Dr. Stefan Hügel
- 24. März
- 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. März

Im Projekt Remineralisierung des Menschen kannst du unseren Mineralienkomplex+ erhalten. Er enthält neben einer breiten Palette an Mineralien und Spurenelementen auch Vitamin C und die B-Vitamine, die allesamt wasserlöslich sind. Daneben gibt es auch einige entscheidende Mikronährstoffe, die fettlöslich sind oder selbst Fettsäuren darstellen. Diese gehören zwar nicht direkt zum klassischen Mineralstoffkreislauf, sind jedoch für die ganzheitliche Betrachtung der Gesundheit unverzichtbar. Besonders fettlösliche Vitamine und Omega-3-Fettsäuren wirken in enger Synergie mit Mineralien und beeinflussen deren Aufnahme, Verwertung und Bedarf.
Hier erfährst du, wie du deine Versorgung einfach und zeitsparend sicherstellen kannst, indem du dir dein eigenes Vitaminöl herstellst. Die Rede ist von Vitamin D3 und den langkettigen Omega 3 Fettsäuren EPA und DHA, sowie den fettlöslichen Vitaminen K2, A und E.
Wirkung und Synergien: Vitamin D3 - Das Sonnenvitamin
Streng genommen ist es ein Hormon, das vor allem für die Gesundheit der Knochenstruktur bekannt ist. Es verbessert die Aufnahme über den Darm von insbesondere Calcium und Phosphor, sowie auch Magnesium, Zink und Eisen aus der Nahrung. Neben der Wichtigkeit für die Knochen ist es darüber hinaus an derart vielen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt, dass es den Rahmen sprengen würde, hier auf alle Aspekte einzugehen.
Stattdessen beleuchten wir nur den folgenden Parameter, der einfach und aussagekräftig ist: Wie viel Vitamin D braucht man, um möglichst lange zu leben?

Eine Meta-Analyse, in der Daten von über 500.000 Teilnehmern untersucht wurden, kann hier eine klare Antwort geben: sie wertete die Gesamtsterblichkeit der Teilnehmer in Abhängigkeit von deren Vitamin D Status (Serum 25(OH)D) aus. Hier konnte gezeigt werden, dass das Sterberisiko ausgehend von einem Vitamin D-Spiegel von unter 10 bis etwa 40 ng/ml stark abfällt. Die geringste Sterberate sah man etwa ab 50 ng/ml. Ab hier flacht die Kurve dann komplett ab bis 70 ng/ml, d.h. das Sterberisiko bleibt in diesem Bereich konstant niedrig. Höhere Werte als 70 ng/ml wurden gar nicht ausgewertet, vermutlich da sie zu selten vorkamen [1]. Das deckt sich sehr gut mit den Werten, die man typischerweise bei naturnah lebenden Völkern misst. Diese liegen im Bereich von 40 bis 80 ng/ml [2].
In einer Beobachtungsstudie wurden knapp 7.000 Personen in Deutschland untersucht: im Jahresdurchschnitt lag der Vitamin D Status bei 18,24 ng/ml [3]. Bei diesem Wert ist das allgemeine Sterblichkeitsrisiko laut der zuvor genannten Meta-Analyse um knapp 50 % erhöht - im Vergleich zu optimalen Werten. Das ist alarmierend und könnte durchaus als gesundheitspolitischer Skandal gelten.
Dabei ist es nicht schwer in den optimalen Bereich zu kommen und auch dort zu bleiben.
Unter folgendem Link kann man seinen täglichen Bedarf anhand des Körpergewichts näherungsweise berechnen:
So benötigt eine 70 kg schwere Person etwa 4.800 I.E. Vitamin D3 pro Tag um einen Wert von 60 ng/ml dauerhaft zu halten.
Omega 3 (EPA/DHA) - Die marinen Fettsäuren

Diese langkettigen Omega-3-Fettsäuren spielen eine eher indirekte Rolle im Mineralstoff-wechsel – sie beeinflussen die Durchlässigkeit der Zellmembranen. EPA und DHA sind Bestandteile der Zellmembranen in jeder Körperzelle. Sie erhöhen deren Flexibilität und wirken sich auf die Funktion der Transportproteine aus, die den Stofftransport in und aus der Zelle regulieren. Auch gibt es Hinweise darauf, dass EPA und DHA eine wichtige Rolle bei der Magnesiumaufnahme in die Zelle spielen.
Darüber hinaus reduzieren EPA und DHA Entzündungs- und Oxidationsprozesse und können so den Verbrauch an bestimmten Mineralstoffen und Spurenelementen wie Magnesium, Zink und Eisen verringern. Gut belegt sind insbesondere ihre Gehirn- und Herzkreislaufschützenden Wirkungen. Neben ihren entzündungshemmenden Effekten spielen Omega-3-Fettsäuren auch eine Rolle bei der Regulation von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin und sind daher essenziell für die psychische Gesundheit und die Stressverarbeitung.
Empfohlen werden meist zwischen 250 und 500 mg EPA und DHA pro Tag, was ohne regelmäßigen Fischkonsum oder Supplementierung praktisch nicht zu erreichen ist. Im Durchschnitt liegt die Aufnahme in Deutschland deutlich unter 200 mg. In einer Meta-Analyse mit über 135.000 Teilnehmern konnte gezeigt werden, dass eine Supplementierung die Sterblichkeit durch Herzinfarkte um 35 % senkte. Im Schnitt wurden dabei 1–2 g EPA und DHA pro Tag verabreicht [4].
Die Einnahme von Vitamin D3 zusammen mit Fett – dazu zählen auch die Omega-3-Fettsäuren – verbessert die Aufnahme um über 30 % [5].
In einer Kontrollstudie mit über 2.000 Probanden konnte beobachtet werden, dass die Gabe von Vitamin D3 das Krebsrisiko um 24 %, von Omega-3 um 30 % und beides zusammen um 47 % senkte [6].
Vitamin K2 - Der Calciumdirigent

Dieses Vitamin wird häufig Vitamin-D3-Produkten hinzugefügt, weil sich beide Vitamine in ihrer Wirkung gut ergänzen. Während Vitamin D3 die Calciumaufnahme aus der Nahrung erhöht, verbessert Vitamin K2 den Einbau von Calcium in die Knochen und reduziert gleichzeitig die Gefäßverkalkung der Arterien sowie die Bildung von Nierensteinen. Es sorgt also dafür, dass das Calcium an den richtigen Stellen im Körper eingebaut wird.
Vitamin K2 kommt in pflanzlichen Lebensmitteln nicht natürlich vor, sondern nur in tierischen Quellen bzw. entsteht durch bakterielle Fermentationsprozesse. Im Durchschnitt werden in Deutschland knapp 35 μg Vitamin K2 über die Nahrung aufgenommen [7]. Empfohlen werden 60 μg, in Versuchsstudien werden meist zwischen 100 und 360 μg verabreicht – mit messbaren Effekten auf die Gefäßgesundheit.
Vitamin A - Ein Vitamin D - Synergist

Gemeint ist hier Retinol und nicht etwa Beta-Carotin, eine Vorstufe. Dieses fettlösliche Vitamin wirkt antioxidativ und kann die Oxidation von Omega-3-Fettsäuren reduzieren. Vitamin A ist für seine Bedeutung im Immunsystem bekannt und wirkt synergistisch mit Vitamin D3 – das heißt, wenn beide gleichzeitig eingenommen werden, erhöhen sie gegenseitig ihre Aufnahme im Körper [8].
Vitamin A spielt ebenso wie Vitamin D eine wichtige Rolle im Knochenstoffwechsel und bei der Calciumverwertung. Es fördert außerdem die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung und steht in enger Beziehung zu Zink, für dessen Aufnahme und Speicherung es benötigt wird. Zudem verbessert es die Jodverwertung in der Schilddrüse.
Vitamin E - Ein fettlöslicher Radikalfänger

Auch dieses fettlösliche Vitamin kann – wie Vitamin A – die Haltbarkeit von Omega-3-Fettsäuren verbessern, ist dabei jedoch sogar noch deutlich wirksamer. Vitamin E verhindert effektiv oxidative Schäden, die durch den Eisenstoffwechsel entstehen können. Zusammen mit Selen wird es außerdem benötigt, um Glutathion zu regenerieren – eine der wichtigsten Substanzen in unserem Körper zur alltäglichen Entgiftung.
Vitamin E ist das wichtigste Antioxidans innerhalb der Zellmembranen. Genau dort schützt es die langkettigen Omega-3-Fettsäuren, die besonders anfällig für Sauerstoffradikale sind. Es ist daher sinnvoll, die Aufnahme von EPA/DHA sowie Vitamin E gleichzeitig zu erhöhen.
Zusammenfassung der Synergieeffekte
• Vitamin D3 + K2 → Knochen- und Gefäßschutz
• Vitamin D3 + A → Gegenseitige Unterstützung bei der Aufnahme
• Vitamin D3 + Omega-3 → Synergie bei Entzündungshemmung und Krebsprävention
• Omega-3 + E + A → Oxidationsschutz für empfindliche Fettsäuren
• Omega-3 + D3 + K2 + E + A → Verbesserte Aufnahme durch Kombination mit Fettsäuren
Disclaimer
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keinesfalls medizinische Beratung. Die genannten Stoffe und Dosierungen sollten im Zweifelsfall mit einem Arzt oder Therapeuten abgesprochen werden. Die Inhalte beruhen auf wissenschaftlichen Studien, stellen jedoch keine individuelle Therapieempfehlung dar.
Anleitung zur Herstellung
Zunächst gilt es, sich für Algenöl oder Fischöl als EPA/DHA-Quelle zu entscheiden.
Beide haben ihre Vor- und Nachteile:
Fischöl ist eine der bekanntesten Quellen für die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA. Es gilt als wirksam zur Unterstützung von Herz, Gehirn und bei der Entzündungsregulation. In der Regel ist es günstiger als Algenöl und in vielen Dosierungen und Darreichungsformen erhältlich. Allerdings kann es Schadstoffe wie Schwermetalle oder PCBs enthalten, sofern es nicht hochwertig gereinigt wurde. Zudem ist es nicht vegan und kann bei manchen Menschen einen fischigen Nachgeschmack oder Magenbeschwerden verursachen.
Algenöl hingegen bietet reines, pflanzliches DHA (und teilweise auch EPA) direkt aus der ursprünglichen Quelle der Omega-3-Fettsäuren – den Algen, die auch Fische fressen. Es ist somit ideal für Veganer und ökologisch nachhaltiger. Hochwertige Algenöle sind frei von Meeresgiften, da sie meist in geschlossenen Kultursystemen gezüchtet werden. Der Nachteil: Der Preis ist höher und der EPA-Gehalt deutlich geringer als bei Fischöl. Ein geringerer EPA-Gehalt kann bedeuten, dass die herzschützenden Effekte abgeschwächt sind – denn EPA scheint laut mehreren kontrollierten Studien DHA in der Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse (z. B. Herzinfarkte) wesentlich überlegen zu sein [9].
Eine Flasche des Öls wird üblicherweise innerhalb eines Monats verbraucht (Herstellerangaben beachten), enthält also 30 Einzeldosen.

Zum gewählten Öl können Vitamin-D3-Tropfen mit 5.000 IE Vitamin D3 und 200 μg Vitamin K2 hinzugefügt werden. Für eine 70 kg schwere Person wären 4.800 IE eine adäquate Tagesdosis, sofern ein Zielwert von 60 ng/ml im Serum angestrebt wird. Viele Fischöle enthalten bereits 800 IE pro Tagesdosis, sodass in diesem Fall 24 Tropfen (= 4.000 IE pro Tag) in das frisch geöffnete Omega-3-Öl getropft werden können, um insgesamt auf 4.800 IE pro Tag zu kommen.
Dazu kann Vitamin A mit 3.000 IE pro Tropfen gegeben werden. Für eine Tagesdosis von 2.000 IE braucht es hier also weniger als einen Tropfen pro Tag – daher 20 Tropfen insgesamt in die Monatsration. Zum Schluss noch Vitamin E mit 100 IE pro Tropfen. Für eine Tagesdosis von 25 IE reichen 7 Tropfen in das Omega-3-Öl.
Die Mischung sollte nach dem Hinzufügen aller Tropfen gut geschüttelt, im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb eines Monats verbraucht werden. Nicht auf nüchternen Magen einnehmen, sondern stets zusammen mit oder nach einer fetthaltigen Mahlzeit, um die Aufnahme zu verbessern.
Somit hat eine Tagesdosis dieses Vitaminöls:
• 800 mg EPA (je nach Öl)
• 700 mg DHA (je nach Öl)
• 4.800 IE Vitamin D3
• 160 μg Vitamin K2
• 2.000 IE Vitamin A
• 25 IE Vitamin E
Ist die Flasche nach einem Monat aufgebraucht, wird das Vitaminöl für den nächsten Monat erneut hergestellt. Die Mengenangaben stellen natürlich keine Empfehlung dar, sondern dienen lediglich als Orientierung und sollten individuell angepasst werden, vor allem in Bezug auf das Körpergewicht sowie sonstige individuelle Bedürfnisse.
Tests
Idealerweise misst man vor Beginn den eigenen Omega-3-Index und Vitamin-D-Spiegel. Die Bestimmung von Vitamin K2, A und E ist eher unüblich und bei den genannten Dosierungen auch nicht erforderlich.
Etwa nach sechs Monaten kann man die beiden Tests wiederholen, um die Tagesdosen gegebenenfalls anzupassen. Manche benötigen beispielsweise doppelt so viel Omega-3, um auf gute Werte zu kommen.
Bezugsquellen
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Quellenangaben
[1] Garland CF, Kim JJ, Mohr SB et al. führen eine Meta-Analyse zur Gesamtsterblichkeit in Abhängigkeit von Serum-25-Hydroxyvitamin D durch. Am J Public Health 2014; 104: 43–50. doi:10.2105/AJPH.2014.302034
[2] Zhang Y, Fang F, Tang J et al. untersuchen die Assoziation zwischen Vitamin-D-Supplementierung und Sterblichkeit in einer systematischen Übersicht und Meta-Analyse. BMJ 2019; 366: 1–10. doi:10.1136/bmj.l4673
[3] Rabenberg, Martina et al. analysieren den Vitamin-D-Status bei Erwachsenen in Deutschland – Ergebnisse aus der Deutschen Gesundheitsbefragung (DEGS1). BMC Public Health 15 (2015): 1-15.
[4] Bernasconi, Aldo A. et al. präsentieren die Auswirkungen von Omega-3-Dosierungen auf kardiovaskuläre Ergebnisse: eine aktualisierte Meta-Analyse und Meta-Regression interventionaler Studien. Mayo Clinic Proceedings. Vol. 96. No. 2. Elsevier, 2021.
[5] Dawson-Hughes, Bess et al. zeigen, dass diätetische Fette die Absorption von Vitamin D3 erhöhen. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics 115.2 (2015): 225-230.
[6] Bischoff-Ferrari, Heike A. et al. berichten, dass die Kombination von Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und einem einfachen Heimübungsprogramm das Krebsrisiko bei aktiven Erwachsenen ab 70 Jahren verringern kann: eine randomisierte klinische Studie. Frontiers in Aging 3 (2022): 33.
[7] Beulens, Joline WJ et al. thematisieren die Rolle von Menaquinonen (Vitamin K2) für die menschliche Gesundheit. British Journal of Nutrition 110.8 (2013): 1357-1368.
[8] Kadri, Alfansuri et al. untersuchen die Kombination von Vitamin A- und D-Supplementierung bei ischämischem Schlaganfall: Auswirkungen auf Interleukin-1ß und klinische Ergebnisse. Med Glas (Zenica) 17.2 (2020): 425-432.
[9] Khan, Safi U. et al. bieten eine systematische Übersicht und Meta-Analyse zu den Auswirkungen von Omega-3-Fettsäuren auf kardiovaskuläre Ergebnisse. EClinicalMedicine 38 (2021).

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